visuelle Kommunikation

Visuelle Kommunikation ist ein Begriff, der seit dem Ende der sechziger Jahre zuerst in der Kunstpädagogik für den Bereich der bildenden Kunst, der durch die Einbeziehung der Bildwelten der Popkultur und Alltagskultur, sowie durch die Architektur und insbesondere die Urbanistik erweitert wurde, Verwendung fand. Der Begriff der Visuellen Kommunikation geht ursprünglich auf Ignatius von Loyola zurück, der damit die bildliche Innengestaltung - ins Bild gesetzte Szenen aus der Bibel - der Kirchen bezeichnete. Zur Visuellen Kommunikation im heutigen Sinne gehören auch die Bildwelten der Werbung. Heutzutage wird der Begriff Visuelle Kommunikation daher oft synonym zum Kommunikationsdesign gebraucht.

Dieser Bereich ist im ursprünglichen Sinn jedoch nur ein Teilbereich der Visuellen Kommunikation. Auch war der Begriff ursprünglich von einer marxistischen Kulturkritik - Stichwort Bewusstseinsindustrie - geprägt. Die Verfechter der Visuellen Kommunikation lehnten den traditionellen Kunstbegriff ab, nach dem die Kunst ihre Legitimation aus sich selbst bezieht und der ihre ökonomischen und gesellschaftlichen Bedingungen leugnet. Der Warencharakter der Kunst und die Möglichkeiten der Manipulation durch die Massenmedien rückten mit dem neuen Begriff in den Vordergrund.

Die Studiengänge Visuelle Kommunikation an Universitäten, Kunsthochschulen oder Fachhochschulen, die in der Regel mit den akademischen Graden Diplom-Designer/in / Diplom-Designer/in (FH) oder Diplom für Visuelle Kommunikation abschließen, umfassen heute meist die Bereiche des Kommunikationsdesign und der Fotografie, teilweise aber auch die Filmkunst und Medienkunst sowie die bildende Kunst.

Marketingmaßnahmen

Zu dem oben Genannten kommt noch eine andere Betrachtungsweise hinzu. Der Begriff Visuelle Kommunikation wird in der Branche der Marketingexperten auch als Oberbegriff für alle mit dem Auge wahrgenommenen visuell kommunizierten Informationen gebraucht. Wichtigstes Beispiel wären hierfür die Plakate, speziell die Werbeplakate (neben Imagewerbungen). Entscheidend für die Gestaltung eines solchen Plakates ist die Wahrnehmung des zu Erreichenden. Hilfsinstrumente sind beispielsweise: Attentiontracking, Recognition-Verfahren oder Recall-Verfahren. Werte für die Wahrnehmung sollen über diese Verfahren messbar gemacht werden.

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